Bärenmarkt Ratgeber – Erfolgreich

mit Verlusten umgehen

Du hast ETFs, Aktien oder andere Wertpapiere gekauft und wirst gerade wegen der angespannten Lage an den Börsen nervös? Wir werfen einen Blick auf die Wirtschaftszyklen, die letzten „rauhen“ Marktphasen von 2000 und 2008, welche Emotionen Anleger schon damals gehabt haben und welche Lehren du daraus ziehen solltest.

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Vorwort

Handelskrieg. Brexit. Government Shutdown. Kriselnde Weltwirtschaft. Die Gründe für fallende Kurse, egal ob bei Aktien oder ETFs sind vielseitig. Buchverluste bei einstigen Highflyern wie Apple, Amazon, & Co. von 30-40% sind keine Seltenheit. Aber auch die Nerven von Anlegern, die ihr Geld in ETFs oder Indexfonds investiert haben, werden strapaziert. Weltuntergangsproheten erahnen schon den nächsten Crash herbei. Für dich als Anleger kann dadurch ein gefährlicher Cocktail aus Verlustängsten entstehen. Aber musst du jetzt wirklich Angst um deine Geldanlage haben? Mit Hilfe von Anna (fiktiv) erhältst du von uns im folgenden Artikel/Video einen Ratgeber, mit dem du entspannt auf deine Geldanlage blicken kannst.

Verluste tun weh

Unsere Anna hat sich, bevor sie ihr Geld anlegen wollte, viel mit den Märkten beschäftigt. Sie hat im Internet recherchiert, war bei der Bank und hat sich von unabhängigen Beratern Informationen geben lassen. Sie traf die Entscheidung 80% ihres Geldes in weltweite gestreute ETFs anzulegen und 20% in Einzelaktien. 50.000€ hat Anna investiert. Heute schaut sie in ihr Depot und sieht, dass sie nur noch 35.000€ hat. „Ouch“ denkt sich Anna, „ein Minus von 30%. Irgendetwas muss man doch jetzt machen“ denkt sich Anna. Kann ich die Verluste begrenzen, wenn es weiter fallen sollte? Soll ich alles verkaufen? Oder lieber nachkaufen?“ Fragen über Fragen, die du dir vielleicht auch stellst!

Zuerst einmal solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden, dass Verluste immer für negative Emotionen in dir sorgen. Niemand sagt sich: „Super, ich habe heute 30% Verlust gemacht“, oder? Zudem nimmt der Mensch Verluste, genauso wie schlechte Nachrichten, generell stärker wahr, als Gewinne. Daraus resultierend entsteht häufig ein falscher Aktionismus, der mit den Gedanken beginnt die Anna hat, und befeuert wird durch eine selektive Wahrnehmung von „schlechten“ Börsennachrichten. In Summe können dadurch bei dir Verlustängste entstehen und vor lauter Emotionen verkaufst du.

Achtung:

Emotionen haben bei einer Geldanlage nichts zu suchen!

Tipp:

Wenn du merkst, dass die Emotionen überhandnehmen, suche dir einen Sparringspartner in Form eines Profis der einen rationalen Blick über alles werfen kann.

Stabiles Fundament bauen

Anna war umtriebig und hatte sich nicht nur mit der Geldanlage beschäftigt, sondern wollte auch ein Haus bauen. Bei der Planung hat sie akribisch darauf geachtet, wie das Haus aufgebaut wird und das von Grund auf. Da Anna in einer bergigen Region bauen wollte, war vor allem das Fundament wichtig. Das Fundament trägt das Haus auch bei Stürmen oder Erschütterungen und gibt nicht direkt bei den ersten Unruhen nach. Aber was bildet eigentlich das Fundament bei einer Geldanlage? Viele werden jetzt denken „na die Anlageprodukte, also das worin ich mein Geld anlege.“ FALSCH! Bevor du Geld anlegst und dich mit Anlageprodukten beschäftigst solltest du dir über deine Risikobereitschaft im Klaren sein. Mit der Risikobereitschaft erhältst du ein psychologisch bewiesenes stabiles Persönlichkeitsmerkmal, welches auf deinen Erfahrungen und Entscheidungen mit Geld beruht. Es spiegelt dir konkret wieder, welche (Maximal-)Verluste du aushalten kannst und andersherum, welche Gewinne du erwarten kannst. Deine Risikobereitschaft kannst du hier kostenfrei analysieren lassen.

RISIKOBEREITSCHAFT KOSTENLOS ERMITTELN

Ohne dass du überhaupt Geld angelegt hast, wurdest du somit schon einmal mit den möglichen Verlusten konfrontiert und das sehr konkret. Tritt das Szenario in der Realität auf den Plan, erscheint es dir nicht vollkommen neu.

Um das Fundament weiter zu festigen, solltest du zusätzlich von Beginn an folgende Punkte für dich definieren:

  • Anlagedauer in Jahren
  • Renditeerwartung in %
  • Maximaler Verlust in %
  • Ziele, die du mit der Anlage verbindest

Eine Vorlage dazu findest du hier.

Buchverluste vs. Realverluste

Anna hat in ihr Portfolio geschaut und sah 35% Verlust. Aber hatte sie das Geld wirklich schon verloren? Nein! Solange Anna nicht verkauft, hat sie auch keinen realen Verlust, sondern nur einen sogenannten Buchverlust. Das bedeutet nur wohlmöglich vorschnelles Handeln führt zu realen Verlusten. Besonnenes rationales Handeln mit einem stabilen Fundament kann dich davor bewahren.

Aber ein stabiles Fundament mit dem Wissen um die eigene Risikobereitschaft ist schön und gut, aber warum kommen solche (Buch-)Verluste überhaupt zu Stande und sind Schwankungen von 20-50% normal? Um das zu verstehen wollen wir uns als nächstes mit den Wirtschaftsphasen beschäftigen.

Die vier Wirtschaftsphasen

Die 4 Wirtschaftsphasen - Aufschwung, Boom, Repression, Depression

Abbildung 1: Darstellung der vier Wirtschaftsphasen

Expansive Phase (Aufschwung)

Man bezeichnet die expansive Phase als Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs. Sie findet nach dem unteren Wendepunkt im Konjunkturzyklus statt. Es ist damit die Phase, in der sich die Wirtschaft nach einem Abschwung erholt, um wieder in Richtung Boom zu arbeiten. Kennzeichnend hierfür ist eine steigende Auslastung der Kapazitäten. Insgesamt ist die Phase geprägt durch sinkende Arbeitslosenquoten, eine höhere Produktion und generell durch eine optimistische Wirtschaftsprognose.

Hochkonjunktur (Boom)

Zeiten mit hohem Wirtschaftswachstum bezeichnet mal Boomphase. Die Phase der Hochkonjunktur stellt den oberen Wendepunkt im Konjunkturzyklus dar. Wirtschaftlicher Wohlstand ist das deutlichste Zeichen dieser Phase. Es herrscht Vollbeschäftigung, die Löhne, Preise und Zinsen steigen. Eine Erhöhung des realen Volkseinkommens ist schließlich nicht mehr möglich. Die Produktion wird so lange gesteigert bis eine Überhitzung des Marktes eintritt. Es kommt zu Fehlinvestitionen aufgrund zu optimistischer Zukunftserwarten. Durch die gestiegenen Preise droht zudem eine Inflationsgefahr.

Rezession (Abschwung)

Ein Abschwung mündet in einer Rezession. Es liegt eine Rezession vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen nicht wächst oder ein Rückgang zu verzeichnen ist.

Depression (Konjunkturtief)

Ein Konjunkturtief ist der Tiefstand, in den die Volkswirtschaft infolge des Abschwungs gerät. Verharrt die Wirtschaft ungewöhnlich lange in diesem Tiefststand spricht man von einer Depression. Eine Depression stellt damit einen negativen Spezialfall im Wirtschaftsgeschehen dar. Man spricht im Zusammenhang mit einer Depression auch oft von Wirtschaftskrisen. Tatsächlich wurde der Begriff „Depression“ zum ersten Mal für die Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren benutzt.

Wie kann man diese Wirtschaftsphasen jetzt auf die Kapitalmärkte übertragen?

Bullenmärkte vs. Bärenmärkte

Bullen vs. Bärenmarkt einfach Darstellung

Abbildung 2: Bullen- vs. Bärenmarkt

Mit seinen nach oben gerichteten Hörnern/Blick steht der Bulle als Symbol für steigende Kurse an der Börse. Dabei ist ein Bullenmarkt ein Markt, bei dem sich die Kurse um 20% gegenüber dem letzten Tief erholt haben. Entgegengesetzt dazu gilt der Bär mit seinem oft mürrisch nach unten gesenktem Blick als Symbol für fallende Kurse. Umgekehrt gilt hier die Regel, dass ein Bärenmarkt dann eingeläutet wird, wenn die Kurse um 20% gegenüber dem letzten Hoch gefallen sind. Dem Bullen – oder Bärenmarkt aber immer einer genauen Wirtschaftsphase zuzuordnen, erweist sich als schwer. Tendenziell lässt sich aber sagen, dass in Wirtschaftsphasen des Aufschwungs und des Booms Bullenmärkte vorherrschen, wohingegen Bärenmärkte eher zur Mitte einer Rezessionsphase bzw. in der Depressionsphase zu finden sind.

Artikel: Crash Gefahr – Jetzt investieren oder noch warten?

Newfound Research hat ausgehend von einer Publikation von Prof. Robert Shiller die Bären- und Bullenmärkte der vergangenen Jahrzehnte analysiert. Anhand des S&P 500 betrachteten die Forscher den über 100-jährigen Zeitraum zwischen 1903 und 2016 (Abbildung 3 zeigt eine Darstellung von First Trust bei dem ein Zeitraum von 1927-2017 abgebildet wird).

Bullenmärkte vs. Bärenmärkte 1927 - 2017

Abbildung 3: log. Darstellung der Bullen- & Bärenmärkte seit 1927 bis 2017

Es gab insgesamt 12 Bullenmärkte mit einer Dauer zwischen 1,8 und 14,6 Jahren sowie 11 Bärenmärkte, die zwischen 0,3 und 2,8 Jahren dauerten. Der durchschnittliche Bullenmarkt hielt 8,1 Jahre an und liegt damit deutlich über der durchschnittlichen Dauer des Bärenmarktes mit lediglich 1,4 Jahren.

Tipp:

Abwärtsphasen sog. Bärenmärkte sind verhältnismäßig kurzlebig aber intensiv. Für dich heißt das Ruhe zu bewahren! Bullenmärkte sind statistisch gesehen langlebiger, wodurch die Richtung deines Portfolios (bei richtiger Wahl der Anlageprodukte) nach oben vorgegeben ist.

Aber wie sehen solche Bärenmärkte eigentlich aus? Passenderweise gab es in diesem Jahrtausend schon zwei intensive Bärenmärkte und genau diese wollen wir uns jetzt einmal ansehen.

Dot-Com-Crash

Der Dot-Com-Crash oder auch Internetblase genannt, verursachte ab Mitte 2000 einen der größten Kursverluste der letzten 100 Jahre. In den folgenden Abbildungen zeigen wir die realen Verläufe unserer maiwerk Portfolios und des MSCI World. Abbildung 4 bildet einen Zeitraum von 2000 – 2004 ab.

Dot-Com-Crash: maiwerk Portfolios & MSCI World 2000 - 2004

Abbildung 4: Dot-Com-Crash maiwerk Portfolios & MSCI World 2000 – 2004

Ähnlich wie bei Anna heute gab es auch im Jahr 2002 starke Verluste von bis zu 30% und mehr. Nicht anders sah es 6 Jahre später aus.

Finanzkrise

Noch besser in Erinnerung wird dir vielleicht die Finanzkrise vor knapp 10 Jahren sein. Nur 4 Jahre nachdem der letzte Crash ausgestanden war, folgte eine noch extremere Abwärtswelle mit Kursverlusten von bis zu 50% (s. Abbildung 5)! Auch hier lässt sich – ähnlich wie bei der Internetblase – schön beobachten, dass die Buchverluste verhältnismäßig schnell eintreten, wie es bei Bärenmärkten üblich ist.

Finanzkrise: maiwerk Portfolios & MSCI World 2007 - 2010

Abbildung 5: Finanzkrise maiwerk Portfolios & MSCI World 2007 – 2010

ABER – und das ist sehr wichtig für deine Geldanlage – die Kurse erholen sich ebenso schnell auch wieder. Mit wissenschaftlichen Renditefaktoren lässt sich diese Erholung sogar noch beschleunigen. Was aber nicht geht – UND das ist in diesem Abschnitt die weitere wichtige Erkenntnis – ist, dass du die kurzfristigen Buchverluste vermeidest. Du könntest natürlich versuchen mit Markttiming geschickt ein- und auszusteigen. Warum das aber meistens von wenig Erfolg gekrönt sein wird, erfährst du hier.

JETZT Nachlesen: Klappt markttiming?
Artikel: 4 Faktoren für mehr Rendite bei ETFs

Aber warum lassen sich denn diese zum Teil hohen Buchverluste nicht vermeiden? Warum fallen die Kurse in so einem kurzen Zeitraum so stark?

Psychologie: Verlustangst wird zu Panik

Die Antwort auf die vorher gestellte Frage lautet: Psychologie. Die Kurse von Aktien, Anleihen und damit auch ETFs werden von Menschen bestimmt. Millionen von Anlegern handeln täglich mit mehreren Billionen Dollar/Euro. Natürlich unterstützen automatisierte und künstlich intelligente Systeme den Menschen immer mehr, aber ein Großteil des Geldes wird weiterhin „manuell“ von Menschen bewegt. An der Börse wird in „normalen“ Zeiten ein Unternehmen richtig bewertet. Das bewies Prof. Eugene Fama mit seiner Markteffizienzhypothese für die er 2013 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Was die Hypothese aber nicht besagt, ist, dass zu jeder Zeit der richtige Preis für ein Unternehmen gefunden wird. ALSO kann es kurzfristig zu falschen Preisen kommen. Diese entstehen häufig in Zeiten von Unsicherheiten, wie zum Beispiel aktuell. Wirtschaftliche und politische Unsicherheit trübt den klaren Blick auf die Unternehmen und deren Geschäftsmodelle. Es lässt sich schwerer abschätzen, wie die Zukunft aussehen wird. Dementsprechend fallen die Kurse. Investitionen werden zurückgehalten. Dem Menschen gefällt Unsicherheit nicht. Man will lieber abwarten und setzt sich innere Schmerzgrenzen. Schmerzgrenzen in Form von sog. Stop-Loss-Schwellen, also einem Punkt, an dem man seine Aktien und ETFs verkaufen möchte, weil der Verlust sonst zu groß werden würde. Genau so denken viele Millionen Anleger und genau hier besteht auch die Gefahr. Wie Anna verliert niemand gerne Geld, wobei wir ja gelernt haben, dass sie es noch gar nicht verloren hat! Aber niemand sieht gerne 30% „theoretischen“ Verlust in seinem Portfolio. Und genau an diesem Punkt, wenn die 30% Buchverlust überschritten wird aus Verlustangst Panik. Plötzlich hat man die Angst alles verlieren zu können. Dabei ist das mit der Wahl des richtigen Anlageprodukts vollkommen unrealistisch. Mit einem MSCI World ETF zum Beispiel hast du über 1.500 der weltweiten größten Unternehmen gekauft. Können alle diese Unternehmen von jetzt auf gleich verschwinden? Wohl kaum!

JETZT LESEN: Können aktienkurse immer weiter steigen?

Praxisbeispiel

Aber die wenigsten Anleger handeln rational vor allem wenn es um das eigene Geld geht. Ist die Verlustschwelle erreicht, wird panisch alles aus dem Portfolio geschmissen, was man verkaufen kann. Dabei wird nicht darauf geachtet, um welches Unternehmen es geht, sondern man will einfach jeglichen weiteren Verlust vermeiden. Genau so ein Szenario haben wir dir einmal praktisch anhand der Finanzkrise dargestellt (Abbildung 6).

Anlegerpsychologie in Krisenzeiten

Abbildung 6: Anlegerpsychologie in Krisenzeiten

Nehmen wir noch einmal die Sichtweise von Anna ein. Anna steht noch an einem Punkt bei dem sie 30% Buchverluste in ihrem Depot wiederfindet. Schon damit tut sie sich ohne fremde Hilfe schwer und sucht nach Lösungen. Was Anna nicht weiß ist, dass sie anhand ihrer zu Beginn festgelegten Strategie noch bis auf 25.000€ fällt. Spätestens jetzt denkt sich Anna „ich rette mein Geld, bevor nichts mehr da ist“ und verkauft panisch. Wenige Wochen später haben sich die Kurse deutlich erholt und nach einem halben Jahr trauert Anna wehmütig ihrer Entscheidung hinterher. „Wäre ich doch besser investiert geblieben und meiner Strategie treu geblieben“ sagt sie. Aber wer konnte denn wissen, dass es sich so entwickelt wirst du denken. Das kann natürlich niemand genau bestimmen, aber wie du jetzt weißt, sind Bärenmärkte nur von kurzer Dauer. Mittelfristig zeigt der Wachstumstrend nach oben und die Unternehmen werden richtig bewertet. Und selbst wenn zum schlechtesten Zeitpunkt, also genau vor der Finanzkrise investiert hättest, stündest du 10 Jahre danach bei über 100.000€ (s. Abbildung 7).

Wertentwicklung MSCI World maiwerk Portfolios 2008 - 2018

Abbildung 7: maiwerk Portfolios & MSCI World Entwicklung 2008 – 2018

Anna hätte ihr Kapital also verdoppelt, wenn sie einfach nichts gemacht hätte. Im Folgenden wollen wir dir und Anna noch fünf Expertentipps mit auf den Weg geben.

Fünf Expertentipps

1. Baue ein solides Fundament für deine Geldanlage.

Hacke dafür die Punkte aus unserer Vorlage ab:

  • Ermittle dafür zuerst deine Risikobereitschaft (hier kostenlos möglich).
  • Lege den Zeitraum fest, für den du dein Geld anlegen möchtest.
  • Wähle eine Anlage die eine gute Kombination aus Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit bietet. Wir empfehlen dir eine Anlage in ETFs. Du kannst dir hier viel im Internet aneignen oder du lässt dir das Wissen komprimiert von einem Profi vermitteln.
  • Definiere auf Basis deiner Risikobereitschaft, des Anlagezeitraums und dem Wissen um das Anlageprodukt einen Maximalverlust und eine jährliche Renditeerwartung.

2. Finde dich damit ab, dass eine Geldanlage nie ein one way ticket ist.

Mittelfristig steigen die Kurse.Kurzfristig kann es aber auch zu Buchverlusten kommen.

3. Versuche über deine Geldanlage stets rational nachzudenken. Emotionen haben bei Geldanlagen nichts zu suchen.

Wenn du merkst, dass dir das schwer fällt, hole dir einen Rat bei einem Honorarberater. Lieber 300 – 450€ für ein Beratungshonorar investieren, als dass aus 25.000€ Buchverlusten 25.000€ Realverluste werden, wie in Anna’s Beispiel.

4. Kaufe bei fallenden bzw. tiefen Kursen nach.

Im Supermarkt schlagen viele bei Schnäppchen zu. Warum nicht auch an der Börse? Börsenikonen wie Warren Buffet ermutigen „sei gierig, wenn andere ängstlich sind“ oder eine Börsenweisheit besagt „kaufen, wenn die Kanonen donnern“.

5. Verteile deine Nachkäufe auf mehrere Zeitpunkte.

Am besten investierst du dein Geld regelmäßig nach zum Beispiel monatlich über einen Zeitraum von 3 – 6 Monaten.

Fazit

Eine Geldanlage in ETFs oder Aktien wird dir mittel- bis langfristig zu mehr Wohlstand verhelfen. Auf dem Weg dahin gibt es aber für Anna und für dich einige Hürden zu meistern. Gerade in Zeiten von fallenden Kursen und schlechten Nachrichten gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Wir hoffen, dir mit diesem Video ein wenig geholfen zu haben, damit du eine gute Entscheidung in manchmal nicht so einfachen Zeiten treffen kannst. Vielleicht reicht dir dieser Artikel auch schon an Wissen. Dann würde ich dir empfehlen, einfach nur einmal im Jahr ins Depot reinzuschauen, alle Nachrichten zu den Börsen zu ignorieren und sich entspannt zurückzulehnen. DENN dann wirst du – statistisch gesehen – in mehr als 50% aller Fälle einen neuen Höchststand in deinem Depot wiederfinden.

Sollten für dich jetzt immer noch Fragen offen sein, darfst du natürlich jeder Zeit mit uns Kontakt aufnehmen.

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