Nachhaltig soziales Investment – Beispiel Nicaragua

Praxisbeispiel Nicaragua

Nicaragua mit 5,9 Millionen Einwohnern liegt strategisch sehr günstig zwischen Atlantik und Pazifik in Mittelamerika. In den letzten Jahren machte das Land vor allem durch Pläne Schlagzeilen, eine alternative Wasserstraße zum Panamakanal bauen zu wollen. Einen offiziellen Baubeginn des umstrittenen Projekts gab es bereits im Dezember 2014, jedoch sind bis heute noch keine Bauaktivitäten zu sehen. Es wird viel Hoffnung in das Projekt gesteckt, da das Land nur eine schwache industrielle Basis hat und zum großen Teil von der Landwirtschaft lebt. Als zweitärmstes Land Lateinamerikas nach Guatemala liegt das Pro-Kopf Einkommen bei durchschnittlich USD 2.000 pro Jahr und knapp 30 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Trotzdem zeigt das Land auch positive Entwicklungen. Ein Wirtschaftswachstum von zuletzt 4 Prozent in einem schwierigen Marktumfeld kann sich sehen lassen, auch macht der Ausbau erneuerbarer Energien große Fortschritte. Schon 57 Prozent der Elektrizität wird aus regenerativen Quellen (Wind, Wasser und Geothermie) gewonnen. Ein Hinderungsgrund für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Nicaragua ist auch das unterentwickelte Finanzsystem und der schwierige Zugang der Bevölkerung zu Finanzdienstleistungen. Nur 19 Prozent der Einwohner Nicaraguas haben ein Bankkonto.

Mikrofinanzinstitute ermöglichen den unterrepräsentierten Gruppen im Finanzsystem den Zugang zu genau diesen Dienstleistungen. Eines davon ist FINCA Nicaragua.

Eine Kundin von FINCA ist Julia Ramirez. Frau Ramirez hat acht Kinder alleine groß gezogen und lange hielt sie sich mit Straßenverkäufen von Kosmetika über Wasser. Sie wurde auf FINCA durch einen lokalen Kreditsachbearbeiter aus ihrer Nachbarschaft aufmerksam. Mit ihrem ersten Kredit konnte sie neuere Kosmetika und moderne Kleider kaufen, die schnell einen großen Absatzmarkt fanden. Aus den Einnahmen des Handels konnte sie sich ein größeres, absatzstarkes Sortiment zulegen, ihre Kredite zurückzahlen und für ihre Familie ein eigenes Haus inklusive eines Ladengeschäftes bauen. Neben ihren eigenen acht Kindern, hat sie noch ein großes Herz für Andere. Jeden Dezember kauft sie mit einem Teil ihrer Einnahmen Geschenke für vernachlässigte Kinder und kümmert sich um ihre Sorgen und Nöte über das ganze Jahr hinweg. Damit möchte sie der Gemeinschaft etwas zurückgeben.

Wenn ihr an weiteren Details zu so einem Investment interessiert seid oder wissen wollt, wie man hier investieren kann, könnt ihr uns gerne eine Email an info@maiwerk-finanzpartner.de schicken.

Von | 2016-11-16T10:55:47+00:00 17. Mai 2016|Geldanlage, Nachhaltigkeit|

Geschrieben von

Ingo
Spezialist für Vermögensaufbau/Geldanlage

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