Ihr seid schon glückliche Eltern oder plant es demnächst zu werden? In Bezug auf Kinder gibt es so einiges zu beachten, wenn es um Versicherungen und Finanzstrategien geht, die notwendig beziehungsweise empfehlenswert sind. Wir geben euch clevere Tipps dazu, was sinnvoll ist und was ihr lieber lassen solltet – und wer bis zum Ende liest, erhält noch ein kleines Goodie von uns.

Krankenversicherung & Krankenzusatzversicherung

Kinder

Krankenversicherung

Jedes Kind muss krankenversichert sein. Ob das Kind dabei gesetzlich oder privat versichert werden kann, hängt von verschiedenen Umständen ab. In der folgenden Abbildung haben wir euch die gängigsten Möglichkeiten einmal dargestellt.

Krankenzusatzversicherung

Wenn ihr euer Kind privat versichert habt, ist dieser Abschnitt nicht relevant für euch. Sind die Kinder aber gesetzlich krankenversichert, können Krankenzusatzversicherungen im jungen Alter durchaus sinnvoll sein. Warum? Weil die Beiträge im Kindesalter meist geringer sind und Kinder häufig gesünder sind als Erwachsene. Wir erleben es oft, dass Kunden, die zu uns kommen, aus gesundheitlichen Gründen eigentlich keine Zusatzversicherungen mehr bekommen würden. Die Eltern waren jedoch so vorausschauend und haben ihre Kinder separat oder bei sich mitversichert. Doch welche Krankenzusatzversicherungen sind für Kinder wann sinnvoll und wieviel kosten sie?

Zahnzusatzversicherung

Die Zahnzusatzversicherung macht vor allem aus einem Grund Sinn: kieferorthopädische Maßnahmen werden von einer guten Zahnzusatzversicherung zum Großteil übernommen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt hier nur einen kleinen Teil. Qualitativ hochwertigere Leistungen werden ohnehin nicht übernommen.

Stationäre Zusatzversicherung

Ein Unfall bei Kindern ist häufig schneller passiert, als man gucken kann. In den meisten Fällen bleibt es bei kleinen Blessuren und wenig komplizierten Brüchen, die ambulant behandelt werden können und somit eine ambulante Zusatzversicherung sinnvoll machen. Bei größeren Ereignissen kommt man aber häufig nicht um einen Krankenhausaufenthalt herum. Hier habt ihr mit einer Zusatzversicherung unter anderem die Möglichkeit ein Ein- oder Zweibettzimmer sowie einen Chefarzt zu wählen.

Ambulante Zusatzversicherung

Diese Art der Zusatzversicherung unterstützt euch und eure Kinder bei Leistungen in folgenden Bereichen: Zuzahlungen für Brillen, Krankengymnastik, Arzneimittel, Verbände und Heilpraktiker.

Eltern

Wie schaut es hier bei den Eltern aus? Bezüglich der Krankenversicherung ergeben sich für einen selbst kaum Änderungen abgesehen von der Mitversicherung des Kindes.

Krankenzusatzversicherung

Ist die Mutter gesetzlich versichert, kann ein sogenannter Vorsorgetarif als Zusatzversicherung durchaus sinnvoll sein. Dabei werden während der Schwangerschaft Kosten für eine zusätzliche Sonographie und einen Triple-Test übernommen. Dabei werden verschiedene Hormone im Blut auf Risikofaktoren getestet.

Risikoabsicherung (Absicherung des Körpers/Arbeitskraft)

Kinder

Unfallversicherung 

Eine Unfallversicherung für Kinder macht aus ähnlichen Gründen Sinn wie eine Stationäre Zusatzversicherung. Kleine und größere Unfälle passieren dem Nachwuchs häufiger als uns. Besonders hervorzuheben sind bei der Unfallversicherung für Kinder die Leistungen bei Brüchen egal welcher Art, die Kostenübernahme für Such- Bergungs- und Rettungskosten und der Kostenersatz für alle natürlichen Zähne.        

Schulunfähigkeitsversicherung

Die Schulunfähigkeitsversicherung ähnelt in seiner Art einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch warum sollte ein Kind gegen eine Schulunfähigkeit versichert werden? Es geht weniger darum, das Kind tatsächlich gegen Schulunfähigkeit zu versichern, sondern darum, sich das Optionsrecht zu sichern, diese Schulunfähigkeitsversicherung später in eine vollwertige Berufsunfähigkeitsversicherung umwandeln zu können. Diese Option hilft deinem später erwachsenen Kind vor allem dann, wenn es aus gesundheitlichen Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr bekommen würde – oder nur mit erschwerten Bedingungen oder Beitragszuschlägen. Dein Kind muss nur beim Abschluss der Schulunfähigkeitsversicherung die Gesundheitsfragen beantworten, jedoch nicht mehr wenn es die SU in eine BU umwandeln will (Zudem sind die Beiträge bei einem frühen Abschluss in der Regel deutlich günstiger).

Eltern

Mit der Familienplanung geht häufig ein gesteigerter Wohnraumbedarf einher. Nicht selten finanziert man sich die eigenen vier Wände dann mit geliehenem Geld. Doch was passiert, wenn ein Elternteil stirbt oder das Einkommen (temporär) ausfällt? Abgesehen von dem schmerzlichen persönlichen Verlust bei einem Todesfall oder ähnlichem, steht damit die Finanzierung des Eigenheims auf dem Spiel und für Erziehung und Ausbildung der Kinder gibt es keinen finanziellen Spielraum mehr. Hier sollten Eltern unbedingt vorsorgen. Wie, erklären wir euch jetzt.

Risikolebensversicherung

Pro Kind und Elternteil solltet ihr circa 150.000€ bis 200.000€ versichern. Wir empfehlen eine Risikolebensversicherung mit fallender Todesfallsumme bis zum 25. Lebensjahr des Kindes abzuschließen. Dadurch wird die Versicherung selbst günstiger als bei gleichbleibender Todesfallsumme und der Nachwuchs ist adäquat abgedeckt. Ein Beispiel für den Verlauf einer fallenden Todesfallsumme findet ihr in der folgenden Abbildung.

Finanziert ihr parallel noch eine Immobilie, sollte der Kredit in der entsprechenden Höhe ebenfalls mit einer fallenden Todesfallsumme abgedeckt werden. In beiden Fällen versichern sich die Ehepartner gegenseitig. Das bringt je nach Absicherungshöhe steuerliche Vorteile mit sich.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Ein Todesfall ist das Worst-Case-Szenario. Hoffen wir, dass dieser Fall bei euch nie eintreten wird. Viel wahrscheinlicher ist, dass ein Elternteil zeitweise berufsunfähig wird. Die dadurch entstehenden Gehaltseinbußen auszugleichen, fällt einem Paar ohne Kind und Hausfinanzierung sicher deutlich leichter als mit. Hohe Verbindlichkeiten – wie die Kosten für das Kind (z.B. Kindergarten) oder Raten für das Haus – lassen große Einschnitte im Portemonnaie selten zu. Daher solltet ihr mit Kind und aber auch ohne Haus unbedingt eure Arbeitskraft, sofern es der Gesundheitszustand zulässt, abdecken. Habt ihr schon eine BU, dann sollte die Höhe der BU-Rente dem aktuellen Gehalt angepasst werden. Der Verbraucherschutz empfiehlt hier 80% des Nettoeinkommens bei Angestellten und 60% des Bruttoeinkommens bei Selbstständigen abzusichern.

Geld anlegen

Sparen für Kinder

Diesem Thema haben wir uns bereits sehr ausführlich in einem anderen Artikel gewidmet. Die wichtigsten Tipps fassen wir hier noch einmal zusammen:

Früh anfangen lohnt sich! Schneller als du denken kannst kommt der Nachwuchs in den Kindergarten oder in die Schule und bald studiert er auch schon. Je früher du mit dem Sparen beginnst, desto mehr nutzt du den Zinseszinseffekt. Zudem senkst du die Risiken und erhöhst die Renditechancen.

Spare regelmäßig! Durch monatliches und dauerhaftes Ansparen machst du dir einen zweiten Effekt zu Nutze: Den Cost-Average-Effekt. Durch regelmäßiges Sparen kaufst du zu verschiedenen Zeitpunkten – guten aber auch schlechten – ein. Dadurch verringert sich das Risiko, dass ein einzelner Crash – wie beispielsweise die Finanzkrise – die Anlage deines Kindes beeinflusst.

Flexibilität ist wichtig! Lebenssituationen können sich – gerade bei Kindern – oft schneller ändern als du denkst. Deshalb solltest du darauf achten, dass die Geldanlage für die Kinder schnell verfügbar ist.

Mündelsicher sparen auf separaten Kinderkonten! Die Geldanlage von Kindern genießt einen expliziten Schutz durch den Gesetzgeber. Zusätzlich können du und das Kind durch das getrennte Konto Steuern sparen.

Kurzfristig Tagesgeld, mittel-/langfristig ETFs! Wenn ihr kurzfristig Geld für das Kind zurücklegen wollt, bietet sich ein Tagesgeldkonto an. Auf mittel- bis langfristige Sicht bietet ein ETF-Sparplan zum Beispiel mit dem MSCI World ETF eine gute Mischung aus Flexibilität, Sicherheit und Rendite.

Sachversicherungen

Kinder/Eltern

Haftpflichtversicherung

Bei der Haftpflichtversicherung solltet ihr darauf achten, dass eine Familienversicherung inklusive Kindern besteht. In der Regel kostet ein guter Tarif 70 bis 90€ pro Jahr und alle Kinder sind dort mitversichert. Ihr könnt euren bestehenden Tarif in der Regel einfach umschreiben lassen. Eine Vorlage dafür findet ihr hier.

Hausratversicherung

Kinderwägen werden häufig im Hausflur abgestellt. Der Diebstahl innerhalb von Gemeinschaftsräumen kann dabei von einer Hausratversicherung übernommen werden. Qualitativ hochwertige Tarife können einen vollumfassenden Schutz ohne Leistungsgrenzen bieten – und das sogar außerhalb des eigenen Hauses.

Altersvorsorge

Kinder

Jetzt schon an die Altersvorsorge des Nachwuchses zu denken ist natürlich sehr löblich, sollte aber auf der Prioritätenliste eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wenn ihr eurem Kind etwas Gutes tun wollt, bietet sich in diesem Fall eine private Rentenversicherung an. Warum? Weil wir in Deutschland eine Veralterung der Gesellschaft erleben. In der Preaxis heißt das für Versicherungen, dass die Konditionen für eine Rente immer schlechter werden. Dem Kind jetzt also noch einen Vertrag mit „guten“ Konditionen zu sichern, macht durchaus Sinn. Dabei solltest du auf folgende Punkte achten.

  1. Wähle einen provisionsfreien Vertrag.
  2. Der Vertrag sollte eine Dynamikoption beinhalten mit der sich der Beitrag bei gleichbleibenden Konditionen immer etwas erhöht.
  3. Überprüfe die Vertragsbedingungen bei einer Beitragserhöhung. Das kann zum Beispiel wichtig werden, wenn dein Kind später den Vertrag übernimmt und mehr einzahlen möchte. Bleiben die Konditionen gleich oder verschlechtern sie sich pauschal beziehungsweise für den Erhöhungsbeitrag? Das gilt es unter anderem zu überprüfen.

Eltern

Trotz kostspieligem Nachwuchs solltest du dich natürlich weiterhin selbst um deine Altersvorsorge kümmern. Der Umstand, dass das Kind deine Altersvorsorge ist, bietet keine solide Planungsgrundlage. Wenn du eine Riester-Rente hast oder planst eine Riester-Rente abzuschließen, lohnt sich das mit Kindern umso mehr. Pro Kind erhältst du 300€ Zulage pro Jahr, wenn du mindestens 4% deines Vorjahresbruttoeinkommens einzahlst. Hast du zum Beispiel nur eine halbe Stelle oder bist in Elternzeit und hast du nur 20.000€ im Vorjahr verdient, bekommst du die volle Zulage für dich und das Kind, wenn du 27,08€ einzahlt. Die Rechnung lautet wie folgt:

20.000€ x 4% – 175€ Eigenzulage – 300€ Kinderzulage (pro Kind) = 325€ Mindesbeitrag

325€ pro Jahr / 12 Monate = 27,08€ monatlicher Beitrag.

Informationen dazu, welche die besten Riester Verträge sind und was du bei Riester Renten sonst noch beachten solltest, findest unter den entsprechenden Links.

Checkliste

Du siehst also es gilt einiges zu beachten. Solltest du Fragen zu einzelnen Bereichen haben, helfen wir dir gerne weiter. Um nochmal alles in einer Übersicht zu haben, stellen wir dir an dieser Stelle eine kostenfreie Checkliste zur Verfügung.

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